Freitag, 22. November 2013

Review: Der grosse Crash – Margin Call



Eine Firma entlässt fast eine komplette Abteilung. Sogar der Chef der Analysten, der mitten in einer brisanten Berechnung steckt, wird entlassen. Ein junger Analyst führt die Untersuchung weiter und kommt zu einem Ergebnis, was zu einer Sitzung des Verwaltungsrates mitten in der Nacht führt.
Die ganze Szenerie im Film ist immer wieder so absurd. Da gibt es einen Chef der Analysten, der wieder einen Vorgesetzten hat, dieser Vorgesetzte hat wieder einen Vorgesetzten und dieser hat einen CEO. Zuerst lockt der Freund des Analysten den Vorgesetzten ihres Chefs ins Büro, welcher dann den Chef der Risikoabteilung holt. Der dann gleich auch noch einen weiteren Vorgesetzten mitnimmt. Nach einiger Zeit kommt dann auch noch die „Kavallerie“ in Form eines Helikopters, der den Oberhäuptling (Jeremy Irons) zum Firmenhochhaus bringt.
Was dann kommt ist noch absurder. Einige in der Hierarchie sträuben sich gegen harte Strategie des Verwaltungsrates und werden alle nacheinander gefügig gemacht. Die Strategie wird tatsächlich so durchgezogen. Der Markt wird zerstört, Leute werden entlassen, Kapital wird vernichtet, aber Hauptsache, die Firma lebt weiter und die, die noch drin sind gehören zu den Gewinnern. Das sei immer so gewesen und das sei auch in Ordnung so, wird im Film von Personen immer wieder behauptet.
Kevin Spacey spielt (nicht wie in House of Cards) den besorgten, risikobewussten Manager, der aber aufgibt. Wie genau es dazu kommt, sollte man selber im Film nachschauen.
Der Film lohnt sich aber auf jeden Fall.
7/10

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Der große Crash - Margin Call
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