Ich muss zugeben, dass es mir immer gefallen hat auf der Schützenwiese. Man hatte (1) ein gutes Essensangebot gleich wenn man hinter der Haupttribüne durchgelaufen ist. Die Leute mit SV konnten das Spiel vom Zaun aus verfolgen. (3) Man war nah an den Spielern dran. (4) Die Polizei war sehr zurückhaltend. Habe nie uniformierte Beamte gesehen in den Jahren.
Nun: Das Catering-Angebot besteht aus sechs Dingen: Drei Würsten, Bier, Cola und Wasser. Vegetarische (geschweige denn vegane) Optionen? Fehlanzeige!
Die Stadionverbötler dürfen sich nur noch hinter einer Linie aufhalten, einige Meter weg vom Spielfeld. Zugegeben, dies ist ja mittlerweile Standard in vielen schweizerischen Stadien. Dennoch glaube ich, dass es für so einen Schritt keine Gründe gab. Stadionverbotler gehen auch an Spiele wenn sie gar nichts sehen. Quasi zum Trotz. So wird nichts erreicht, höchstens Ärger.
Mittlerweile wird man auch in Winti in einem Gästefan-Käfig eingesperrt, obwohl gerade beispielsweise aus der Bierkurve eine Rauchpetarde geflogen ist, welche natürlich weiterhin freie Sicht auf das Spielfeld geniesst.
Polizei. Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben von einem Zivilbeamten angeschnauzt worden. Polizisten an jeder Ecke sorgen für eine "angenehme" Stimmung unter Gäste- und sogar Heimfans. Liegt das vielleicht am neu angenommen Konkordat?
Fazit: Ich bin sehr unzufrieden nachhause gekommen. Nicht nur wegen dem Unentschieden, sondern deswegen, weil Winti so ziemlich alle Vorzüge für mich als Gast ausgemerzt hat. Ich hoffe, dass da nachgebessert wird.
Der Blog von Johannes Leutenegger über Politik und Pop-Kultur, manchmal auch beides.
Montag, 21. April 2014
Rückblick auf das Spiel gegen Winterthur im April 2014
Mittwoch, 16. April 2014
Warum NEIN zur Pädophilen-Initiative?
Der 23-jährige Chris hat in den USA mit seiner
Minderjährigen Freundin geschlafen. Und muss jetzt acht Jahre eine
Fussfessel tragen und darf nicht zu nahe an einem Park oder einer Schule
wohnen.
Zwischen Jugendliebe und Pädophilie wird nicht unterschieden, wie bei der Pädophilen-Abstimmung auch. Es ist völlig egal, wie die Umstände sind, man wird einfach gebrandmarkt. Ich bin für Verhältnismässigkeit und gegen Automatismen.
Zwischen Jugendliebe und Pädophilie wird nicht unterschieden, wie bei der Pädophilen-Abstimmung auch. Es ist völlig egal, wie die Umstände sind, man wird einfach gebrandmarkt. Ich bin für Verhältnismässigkeit und gegen Automatismen.
Samstag, 5. April 2014
Leserbrief Gripen #1: "Keine Experimente bei den Finanzen"
Ausgeglichene Finanzen sind ausserordentlich wichtig für eine sichere
und unabhängige Schweiz. Diese Haltung habe ich, wie viele andere
liberale Politisierende immer vertreten.
Kaum geht es um neue Kampfjets vergessen die meisten Bürgerliche diese Tugend zur finanziellen Vernunft.
Die 10 Milliarden für den Gripen stellen das Erfolgsmodell Schweiz in Frage. Warum sollen wir neue Flugzeuge kaufen, obwohl die F/A-18 diese Aufgabe noch erledigen können? Wollen wir in einem Land leben, wo solche Luxusobjekte für die Landesverteidigung wichtiger sind als Bildung, ÖV und AHV?
Ich möchte das nicht und werde daher ein überzeugtes Nein am 18. Mai einlegen!
Kaum geht es um neue Kampfjets vergessen die meisten Bürgerliche diese Tugend zur finanziellen Vernunft.
Die 10 Milliarden für den Gripen stellen das Erfolgsmodell Schweiz in Frage. Warum sollen wir neue Flugzeuge kaufen, obwohl die F/A-18 diese Aufgabe noch erledigen können? Wollen wir in einem Land leben, wo solche Luxusobjekte für die Landesverteidigung wichtiger sind als Bildung, ÖV und AHV?
Ich möchte das nicht und werde daher ein überzeugtes Nein am 18. Mai einlegen!
Donnerstag, 27. März 2014
Inkonsequenz bei der Diskussion zu Sentience-Initiative?
Bei den Sentience Politics-Initativen, die in Bern und Basel angestossen werden, geht es darum, dass Kantinen ein veganes Menü anbieten müssen. Und der Shitstorm gegen Veganer geht schon wieder los.
Es gibt ja auch bei Alkohol Regeln, wie das etwas alkoholfreies angeboten werden soll und mindestens ein alkoholfreies Getränk billiger als Alkohol sein muss.
Beschwert sich jemand? Nö. Aber bei der veganen Ernährung gehts gleich los. Das ist doch inkonsequent.
Es gibt ja auch bei Alkohol Regeln, wie das etwas alkoholfreies angeboten werden soll und mindestens ein alkoholfreies Getränk billiger als Alkohol sein muss.
Beschwert sich jemand? Nö. Aber bei der veganen Ernährung gehts gleich los. Das ist doch inkonsequent.
Mittwoch, 19. März 2014
Die Miss Ostschweiz und das Verwirrspiel der SVP
Trotz der Weisung der Organisatoren, nicht zu viele Worte über Politik zu verlieren, plaudert sie über ihre Gesinnung. Erzählt, dass sie Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf toll findet und an jeder Volksabstimmung teilnimmt. «Bei der Masseneinwanderungs-Initiative habe ich Ja gestimmt. Wir können nicht unbeschränkt Flüchtlinge ins Land lassen», meint Michelle Schmid. Und: «Im Sport und in der Wissenschaft sollten wir mehr auf einheimische Kräfte setzen.» Auch über die weltweite Überbevölkerung macht sie sich Gedanken. Gerade liest sie den Thriller «Inferno» von Dan Brown. Er handelt von einem Irren, der die Menschheit dezimieren will, um den Weltuntergang aufzuhalten. Und um die Frage, ob der Menschheit das Ende droht, wenn sie das Bevölkerungswachstum nicht in den Griff bekommt. Solche Fragen bewegen die junge Frau. Trotzdem will sie später einmal Kinder auf die Welt setzen - in Glarus. (Quelle)Heute im Anzeiger gelesen, was die neue Miss Ostschweiz über ihr Ja zur letzten SVP-Initiative meint. Die Schweiz könne nicht alle Flüchtlinge aufnehmen meint sie.
Gratuliere SVP! Euch sind tatsächlich Leute eurem (offensichtlich gelungen) Versuch Asyl-, Flüchtlings- und Einwanderungspolitik zu vermischen, auf dem Leim gekrochen, obwol die Themen nicht zusammengehören. Sogar eine ETH-Studentin, die (nach eigenen Angaben) Klassenbeste bei der Matura war, fällt auf eure miesen Tricks rein.
Etwas muss man euch lassen, ihr versteht es Leute zu manipulieren...
Donnerstag, 13. März 2014
Der FC Wil zensiert "Anti-IGP"-Banner
Alle, die sich ein wenig mit dem Wiler Fussball auseinandergesetzt haben, kennen die Situation mit dem vergebenen Stadionnamen in Wil. Das Bergholz heisst nun "IGP Arena". Dagegen regt sich natürlich Protest. Vor allem nach dem vor dem Heimblock ein IGP-Schild angebracht wurde, ärgerte sich die Sektion K.O.M.A. derart, dass sie Heimspiele boykottierten.
Nun hängte die SK05 gestern eine Zaunfahne gegen die IGP auf und prompt retuschierte man dieses auf der Facebook-Seite des FC Wil. Klar mit den Fans will man wieder angeben, aber offensichtlich gibt es für diese Fans keine Meinungsfreiheit. Das Geld, dass durch das Sponsoring eingenommen wird, ist wichtiger. Finde ich persönlich übertrieben.
Donnerstag, 6. März 2014
Nationalrat lockert Kriegsmaterialvorschriften
Nun ist es passiert. Die Schweizer Rüstungsindustrie darf nun auch in Länder exportieren, in welchen Menschenrechte systematisch und schwer verletzt wird. In Zukunft werden Exporte nur noch verboten, wenn das Material für Menschenrechtsverletzungen eingesetzt wird.
2009 gab es eine Initiative der GSoA, die ein komplettes Verbot von Exporten von Kriegsmaterial vorschlug. Man lehnte sie damals ab, mit dem Verweis darauf, dass die Regelung bereits sehr streng ist (bzw. war). Nun hat man praktisch die Versprechen gebrochen.
Warum macht man so etwas? Die Rüstungsindustrie argumentierte, dass die Umsätze zurückgegangen seien. Man wolle mit gleichlangen Spiessen wie andere Länder kämpfen. Die GSoA sieht das natürlich anders. Sie schreibt:
Mit falschen Argumenten setzte sich die Rüstungsindustrie für die Lockerung ein. Berücksichtigt man in den Exportstatistiken auch die „besonderen militärischen Güter", gehen die Rüstungsexporte nicht zurück. Im Gegenteil: 2012 erreichte die Ausfuhr von „besonderen militärischen Güter" mit 2.4 Milliarden Franken einen absoluten Spitzenwert. 2013 hat sich der Export wieder normalisiert, und liegt im Durchschnitt der Jahre 2006 - 2010. Durch die Lockerung der KMV werden die Kriegsmaterialexporte nun weiter ansteigen, anstatt dass die Rüstungsfirmen endlich auf zivile Produktion umstellen. (Quelle)Ich lasse diese Zahlenschieberei mal beiseite. Das war nie so mein Ding. Aber es geht doch einmal mehr um das gleiche Problem. Man argumentiert in der Schweiz immer so, dass die anderen Länder viel bessere Chancen hätten ihr Material an die Kaufenden zu bringen. Ich glaube, dass dies ein grober Fehlschluss ist. Eine Tat wird nicht besser, wenn sie andere auch tun! Ich kann es nicht genug sagen!
Ich ärgere mich so dermassen... Nur schon der Titel der Motion "Benachteiligung der Schweizer Sicherheitsindustrie beseitigen" macht mich richtig wütend. "Sicherheitsindustrie". Bloss nicht das böse, böse Wort "Rüstungsindustrie" oder "Waffenherstellende" in den Mund nehmen. Lieber die Sicherheit in den Fokus rücken. Ich glaube es hat sogar etwas wahres dran, dass man mit gewissen Waffen bis zu einem gewissen Punkt Sicherheit schaffen kann. Aber: Hier geht es nicht um irgendwelche stabilen Staaten hier geht es um menschenrechtsverletzden Staaten, die foltern und alle Dinge unterdrücken, die wir in den Menschenrechten für unerlässlich erklärt haben. Mit diesem Material unterstützen wir Regime.
Wir SchweizerInnen wollen Verantwortung übernehmen. Wir haben die DEZA, die sich für Entwicklungszusammenarbeit einsetzt. Wir versuchen nachhaltig Frieden und Stabilität zu schaffen in der Welt. Gleichzeitig liefern wir nun Kriegsmaterial in menschenrechtsverletzende Staaten. Das ist einfach eine derart schizophrene Haltung, es ist kaum auszuhalten. Wir sabotieren uns doch selber!
Und übrigens: Das Kriegsmaterial macht 0.33% des Gesamtexports aus. (Quelle) Vor allem steht dieser Anteil ja nicht einmal voll zu Debatte.
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