Montag, 15. Juni 2015

Review: "Silicon Valley" - Season 2

Dinesh und Gilfoyle, zwei Angestellte von Pied Piper. (HBO: Frank Masi, Fair Use)
 Ich hatte ja bereits über die erste Staffel eine Review über die HBO-Serie "Silicon Valley" verfasst. Es geht darin um eine junge Firma, die sich auf Videokompression spezialisiert haben. Gerade für Firmen mit einer extrem grossen Medienbibliothek haben ein Interesse daran, dass ihre Videos möglichst stark komprimiert werden. Damit können Server, Traffic und damit bares Geld gespart werden.

In der Serie ist einer der Interessen eine Pornoproduktionsfirma. Und es stimmt: Innovation kommt im Medienbereich sehr oft aus dieser Branche. 4k-Video ist bei vielen Plattformen bereits Standard.

Bei Pied Piper ist die Hölle los. (HBO: Screenshot des Autors, Fair Use)
Die Serie hat hier einen starken Realitätsbezug, gerade wenn man daran denkt, dass sich gerade HEVC (High Efficiency Video Coding) durchsetzt. HVEC (H.265) ist doppelt so effizient wie H.264. Wir sparen also die Hälfte der Grösse ein ohne Qualitätsverlust. Und denken wir an die neuen Codecs wie x265, die recht neu sind. Der Codec x265 konnte sich bisher noch nicht ganz durchsetzen. Das sieht man beispielsweise daran, dass es in der Warez-Scene (aus der viele "Raubkopien" stammen) noch kein rule agreement zu x265 gibt.

Aber zurück zur Serie. Eine solche Firma ist kein Selbstläufer, das weiss man seit der ersten Staffel. Auch in der zweiten Staffel kommt es wieder und wieder zum Schlagabtausch mit Hooli (einer Art Parodie von Google).

Die Macher der Serie haben einen guten Job gemacht, denn die Aufgabe nach der grossartigen ersten Staffel auf einem so hohen Niveau zu bleiben humortechnisch, war nicht einfach.  Die zweite Staffel war gut geschrieben, aber vielleicht nicht ganz so lustig wie die erste. Anschauen lohnt sich aber auf jeden Fall!
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