Freitag, 7. November 2014

Affäre Mario Schmitt: Täter-Opfer-Umkehr

Der berüchtigte Facebook-Post

Der Stadtparlamentarier Mario Schmitt, aufgefallen, weil er zu einem Blick-Artikel über den IS "mir kommt gleich das kotzen... wann wird diese religion endlich ausgerottet?!?" schrieb, landet nun in der (m.E. eher SVP-lastigen Wiler Nachrichten) mit folgenden Worten:
Der SVP-Mann zeigte sich dabei von einer ungewohnt reflektierenden, ruhigen Seite. Die letzten Wochen gingen nicht spurlos an ihm vorbei – doch trotz Müdigkeit und emotionaler Belastung formuliert er seine Aussagen mit Bedacht. Den Rücktrittsentscheid hat er letzten Freitag gefällt, alleine und ohne Druck von oben. Eingereicht hat er ihn aber nie. Er war faktisch also zu jeder Zeit im Amt. Und das, soviel ist jetzt klar, bleibt auch so: «Auch eine allfällige Verurteilung im Zusammenhang mit der eingereichten Strafanzeige würde daran nichts ändern.» (Quelle)
Weiter schreibt die Zeitung: "[D]ie Resolution der SP, die Schmitt auch als gesuchten persönlichen Angriff versteht, sei nicht ausschlaggebend gewesen."  So im Sinn von: "Ich will ja nicht sagen, dass mich die SP hinterhältig angegriffen hat, aber irgendwie schon."

Die Frage ist: Müssen wir Mitleid mit jemandem haben, wenn er für seine rassistischen Aussagen angegriffen wird? Ich denke nein. Aber Schmitt spielt ganz klar die Opfer-Rolle. Er, ein aufrechter Schweizer, der "nur selten ein Blatt vor den Mund" (Zitat Wiler Nachrichten!) nimmt, wird von den bösen und angeblich nicht kompromissbereiten Linken fertiggemacht.Voll gemein!

Aber er nimmt die Last auf sich! Schmitt sagt: "Mir wurde bewusst, dass ich den Wählern gegenüber eine Verpflichtung habe." Was für ein toller Mensch! Opfert sich für die Politik und für das Volk, dass von den bösen SP-Leuten und anderen "Gutmenschen" geknechtet wird!
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