Donnerstag, 14. August 2014

info8.ch über "Gender im Lehrplan"

Die Meldung auf der info8.ch-Seite

Die Webseite info8.ch (die unter anderem schon eine Podiumsdiskussion mit Jürgen Elsässer organisiert hat) schreibt über ihre Petition "Kein Gender im Lehrplan 21":
Das Ziel der Schule kann und darf es also nicht sein, den Anteil der Frauen am Erwerbsleben demjenigen der Männer anzugleichen oder in allen Berufsgattungen sowie der Kinderbetreuung auf eine 50-Prozent-Quote beider Geschlechter hinzuarbeiten.
Warum nicht? Am Schluss finde ich, darf sich eine Frau auch entscheiden Hausfrau zu werden. Wenn wir aber davon ausgehen, dass Frauen und Männer von den geistigen Fähigkeiten gleich sind (und das sind sie!) dann müsste der Anteil der Berufstätigen und der Leute die sich um den Haushalt kümmern ca. 50% sein. Warum ist das bereits nicht so?

Die durch Biologie, Psychologie und Hirnforschung belegte Verschiedenheit von Mann und Frau ist jedoch der positive Ausgangspunkt aller Gleichstellungsbemühungen und müsste in der Schule ebenso Platz finden wie die Chancengleichheit.
Zwischen schwarzen und weissen Menschen gibt es auch "biologische" Unterschiede, nämlich die Pigmentierung. So gibt es auch "biologische" Unterschiede bei Frauen und Männern. Die Frage wie wir diese "Unterschiede" bewerten ist eine politische. Wie kann es sein, dass es wahrscheinlicher ist, dass ich später nicht den Haushalt übernehme, nur weil ich mit einem Penis auf die Welt gekommen bin? Sollte es für meine Entscheidung nicht keine Rolle spielen, was für eine Aufgabe ich in der Fortpflanzung haben könnte?

Egalitarismus heisst nicht, dass alle Menschen gleich sind. Das sind sie nicht. Man kann sich auch individuell definieren und "anders" sein, wenn man das will. Ich sehe aber nicht ein, warum wir Frauen nicht von gesellschaftlichen Zwängen befreien sollen.
Der Lehrplan 21 in seiner jetzigen Gestalt steht jedoch ganz in dieser Linie und macht sich so zum verlängerten Arm einer ideologischen Geschlechterforschung, welche nicht mehr Freiraum und Handlungsspielraum, sondern neue Zwänge schafft.
Genau. Die Gendergegner, die unbedingt ihren Kindern zeigen wollen, dass es nunmal einen biologischen Unterschied gibt zwischen den Geschlechtern, der zu einer Lebensweise verpflichtet setzen sich gegen Zwang ein. Welcher Zwang? Wenn eine Frau sich für die Familie und gegen die Karriere entscheidet ist das okay. Aber es kann nicht sein, dass statistisch erheblich mehr Frauen diesen Weg gehen. Das zeigt, dass diese Entscheidung nicht so frei ist, sonst würden sich auch gleich viele Männer für diesen Weg entscheiden. Tun sie aber nicht und deswegen muss man auch Kindern zeigen, dass man - egal wie man sich entscheidet - richtig entscheidet, wenn man sich wirklich überlegt was man will, egal was andere von dir verlangen, weder ich und schon gar nicht von SVPlern und fundamentalistischen Christen.

Und vor allem sind die SVP und die fundamentalistischen Christen welche diese Petition unterstützt haben auch gar nicht ideologisch. Gar nicht.
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