Dienstag, 20. August 2013

Warum ein JA zur Quartierschulhausinitiative [am 22. September 2013]

Ich selber bin Mitglied des Initiativkomitees, daher dürfte (neben dem eindeutigen Titel) klar sein, in welche Richtung ich argumentieren werde.
Zugegeben, auch ich blicke beim Durcheinander von Parlament, Stadtrat und verschiedenener anderer Akteure nicht ganz durch. Daher zitiere ich den Abschnitt "Ausgangslage" auf der Seite der Initiative:
An der Sitzung vom 7. Juli 2011 hat das Stadtparlament das Geschäft „Neubau modulare Quartierprimarschule Nord“ an den Stadtrat zurückgewiesen mit dem Auftrag, eine Vorlage zu unterbreiten, welche den Bedarf an Schulraum mit einer möglichst zentrumsnahen Lösung abdeckt. Stadträtin Marlis Angehrn schlägt darauf vor, künftig alle Primarschulen ins Zentrum zu stellen, um eine 100 prozentige soziale Durchmischung der Kinder zu erreichen. In den frei werdenden Quartierschulen am Rand der Stadt soll die Oberstufe unterrichtet werden.
Der dringende Bedarf an Schulraum für drei Klassen und eine Kindergartenabteilung wurde von niemandem bestritten.

Die seit Jahren äusserst prekäre Schulraumnot im Zentrum von Wil ist den Kindern und der Lehrerschaft nicht mehr länger zumutbar. Umso unverständlicher ist der Entscheid, auf das Quartierschulhaus Nord zu verzichten und im ohnehin schon engen Zentrum von Wil neue Schulräume zu schaffen. Vor rund 20 Jahren haben umsichtige PolitikerInnen das Grundstück Nr. 56 im Norden der Stadt Wil gekauft und für ein zukünftiges Primarschulhaus reserviert. (Quelle)
 Ich möchte folgendes herausheben: Niemand ist grundsätzlich gegen diesen Vorschlag mit dem Schulhaus Nord. Alle Leute wissen, dass es ein Problem gibt mit dem Schulraum. Niemand bezweifelt, dass es Massnahmen braucht, die Integration von Immigranten in unserer Stadt zu fördern. (Besonders ich nicht!)
Was jetzt passiert ist, dass man jetzt das Projekt Schulhaus Nord gekippt hat, weil man gerne soziale Durchmischung möchte. Ich finde soziale Durchmischung wichtig, ich denke auch, dass diese Idee auch theoretisch Sinn machen würde bei Schulen. Nur was passiert: Die Schaffung von neuem Schulraum wird verhindert! Und vor allem, wie soll soziale Durchmischung funktionieren, wenn diese nicht von den Eltern mitgetragen wird, zumindest nicht unter diesen Umständen? Ich glaube nicht, dass die Eltern im Norden grundsätzlich gegen soziale Durchmischung sind (es mag solche geben, denn Rassismus gibt's schliesslich überall, jedoch ist diese Zahl sicherlich ausserordentlich klein), aber sicher ist es für viele, vielleicht auch umweltbewussten Eltern vielleicht nicht genehm, dass ihre Kinder wohl zukünftig per Schulbus in ein Schulhaus im Zentrum gebracht werden, für das nicht einmal Pläne existieren.
Niemand kann mir erzählen, dass für ein unnötiges Hallenbad genügend Geld da ist, aber für ein Schulhaus, welches unter drei Millionen Franken kostet nicht.
Ebenfalls glaube ich auch nicht, dass es einen noch günstigeren Standort gibt als den für das vorgesehene Schulhaus Nord.
Provisorien kosten übrigens auch Geld...
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